INVENTUR

Der Blog von Dirk Hohnsträter



Ein ikonischer Bleistift: der Faber-Castell 9000

Zum Faber-Castell 9000 genügen Stichworte: seit 1905 auf dem Markt, bruchgeschützte Graphitmine im Holzmantel und in Deutschland aus umweltverträglichem Wasserlack hergestellt. Er riecht gut, kommt in herbstlichem Dunkelgrün daher und repräsentiert jenes Schreibgerät, das Robert Walser seine ureigene Textform, die Mikrogramme, gleichsam in die Hand gelegt hat – zugänglich unter dem Titel Aus dem Bleistiftgebiet.

Die sechseckige Form heutiger Bleistifte und die bekannten Härtegradeinteilungen sollen auf Lothar von Faber zurückgehen, der unter dem Namen A. W. Faber einen der ersten Markenartikel der Welt schuf – und mit einer Petition aus dem Jahr 1874 beim Deutschen Reichstag einem Markenschutzgesetz den Weg bereitete.

Faber-Castell 9000

Mir gefällt die Kurzvariante des Faber-Castell 9000. Sie wird mit einem Aufsatz aus Kunststoff (wahlweise: Silber) geliefert, der die Mine schützt, den Stift verlängert, einen Anspitzer verbirgt und sich dank eines Metallclips in jeder Jackentasche befestigen lässt.

Am einen Ende zugespitzt wie eine These, am anderen mit einem revisionsbereiten Radiergummi versehen – was kann man mehr erwarten für zehn Cent pro Centimeter?

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