INVENTUR

Der Blog von Dirk Hohnsträter



Grands Magasins, Paris

Es fällt leicht, die drei verbliebenen der historischen Pariser Warenhäuser (Grands Magasins) in eine Rangfolge zu bringen. An erster Stelle steht das Bon Marché (hier zum 160. Geburtstag dekoriert), an zweiter das Bon Marché und an dritter – doch seien wir nicht ungerecht.

Grands Magasins Paris Bon Marché

Freilich ist es einzig dem Haus am linken Ufer der Seine gelungen, nicht nur die originale Idee der Architektur in eine zeitgemäße Form zu bringen (was sich nicht zuletzt den von Andrée Putman entworfenen Rolltreppen verdankt), sondern auch durch ein gewisses Maß an Ruhe und ein ausgesuchtes Sortiment dem Anspruch auf Exklusivität gerecht zu werden.

Grands Magasins Paris Bon Marché

Die Wettbewerber am Boulevard Haussmann – Galeries Lafayette und Printemps – wirken hingegen trotz der teuren Markenware vor allem voll und laut. Gleichwohl lohnt ein Besuch der sechsten Etage des Printemps, bietet er doch Gelegenheit, die 1923 entstandene Glaskuppel zu bestaunen.

Grands Magasins Paris Printemps

Ein Blick nach oben genügt, und der Ausdruck von den „Kathedralen des Konsums“ leuchtet unmittelbar ein. Leider unterbietet die sogenannte Brasserie unterhalb der Kuppel das historische Niveau architektonisch und gastronomisch. Wie schade, dass das Printemps nicht mehr aus der atemberaubenden Vorgabe macht!

Grands Magasins Paris Printemps

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