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Der Blog von Dirk Hohnsträter



Verduno Pelaverga, eine rare Rebsorte

Im Piemonteser Barolo-Anbaugebiet um Verduno (und westlich davon, in Saluzzo) wird auf lediglich 16 Hektar Fläche die autochthone Rebsorte Pelaverga angebaut. Hellschalig und delikat wie ein feiner Pinot Noir, erinnert die Pfeffrigkeit dieses seltenen Gewächses – wenn ein Vergleich zwischen Rot- und Weißwein erlaubt ist – an Grünen Veltliner. Das unabhängige, in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feiernde Schweizer Fachmagazin Merum charakterisiert die Sorte folgendermaßen: „kompletter als Barbera, feiner als Dolcetto, oft trinkiger als Nebbiolo“. Angebaut wird Verduno Pelaverga in besten Barolo-Lagen.

Verduno Pelaverga

Zu den empfehlenswerten Verduno-Winzern zählen beispielsweise Fratelli Alessandria und das wiederbelebte Traditionsgut Commendatore G.B. Burlotto. Dessen Verduno (der Jahrgang 2013 ist für 12,50 Euro bei Pinard de Picard erhältlich) fällt hell, herb und würzig aus. Faszinierend ist das Wechselspiel von kitzelndem Pfeffer in der Nase und feiner, rotbeeriger Frucht am Gaumen. Eine Empfehlung für Liebhaber zarter Rotweine. Kühl genießen!

Lesen Sie auch den Artikel über die Piemonteser Haselnüsse der Sorte Tonda Gentile Trilobata.

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